Das Material Gold

Gold


Inhalt

1. Die Geschichte und Vorkommen des Goldes
2. Welche Eigenschaften hat Gold?
3. Verschiedene Verwendungen von Gold
3.1 Blattgold
3.2 Gold-Titan-Legierung
3.3 Gebläutes und geschwärztes Gold
3.4 Das Löten von Gold
4. Verschiedene Legierungen von Gold


Gold - ein Edelmetall

Gold erweckt seit jeher Gier in den Menschen. Von diesem Edelmetall geht eine ganz besondere Ausstrahlung aus, die die Menschheit schon seit Jahrtausenden in ihren Bann zieht. Doch worin liegt eigentlich die Faszination für das Gold und welche abenteuerliche Geschichte hat es hinter sich?

Goldschmuck

1. Die Geschichte und Vorkommen des Goldes

Gold ist neben Kupfer eines der am frühesten von den Menschen genutzten Metalle. Dies liegt nicht zuletzt an dem gediegenen Vorkommen in der Natur, das eine direkte Verwendung des Metalls ermöglichte. Die Anfänge der Goldnutzung gehen bis in die Kupferzeit zurück, in der um 8000 v. Chr. die Grundlagen erster Metallverarbeitungstechnologien gelegt wurden.

In der Antike war Gold ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Zum einen wurde Gold als Zahlungsmittel verwendet, da es aufgrund seiner chemischen Eigenschaften nicht oxidieren kann. Zum anderen wurde es schon damals zu Schmuckstücken weiterverarbeitet, sodass heutige Goldträger in einer langlebigen Tradition agieren.

Der hohe Stellenwert des Goldes in der Antike wird deutlich, wertet man die Untersuchungen der Königsgräber aus dem alten Theben aus. Dort sind sehr genaue Anleitungen gefunden wurde, die die Verarbeitung von Gold bis ins kleinste Detail beschreiben. Die festgehaltenen Arbeitsschritte beginnen beim Waschprozess und reichen bis zur Verarbeitung zu Schmuckstücken oder Kultgegenständen.

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Im ersten und zweiten Jahrhundert n. Chr. ging nahezu der gesamte Goldbestand in römischen Besitz über. Erst mit dem Niedergang Roms verteilte sich der riesige Goldvorrat wieder im Land und fand zurück zu seinen Ursprüngen.

Die Goldförderung während des Mittelalters war nicht sonderlich erträglich. Gerade einmal 2000 Tonnen wurden zu Tage gebracht. Um trotzdem an Gold heranzukommen, beschäftigten sich Alchimisten intensiv mit der künstlichen Herstellung von Gold und Silber aus unedlen Metallen.

Noch Anfang des 19. Jahrhunderts war die Gier der Menschen nach Gold deutlich zu spüren. Tausende Abenteurer zogen nach Alaska und Kalifornien, sowie nach Südafrika und Australien, um sich auf die Suche nach dem wertvollen Material zu machen. Doch der ersehnte Goldrausch blieb den meisten Suchenden vergönnt. Das Verlangen nach Gold ist aber dennoch sehr charakteristisch für diese Zeit, denn das Eldorado, dem Land des unermesslichen Goldvorkommens, war für viele zum Greifen nah.

In den 1970er Jahren wurden noch einmal zuvor völlig unbekannte Goldvorkommen in den USA, Kanada, Australien, Brasilien und Chile entdeckt, die den weltweiten Goldabbau erheblich ankurbelten.

2. Welche Eigenschaften hat Gold?

Das Wort „Gold“ tritt in allen indogermanischen Sprachen auf und bedeutet „das Gelbe“ und „das Glänzende“. Der weltweite Goldbestand liegt bei etwa 155.000 Tonnen. Gold kommt am häufigsten als Legierung mit etwas Silber, Kupfer und Eisen vor und verfügt über eine hohe Dichte, sodass es sehr schwer erscheint. Ein Liter Gold hat umgerechnet ein Gewicht von 19,3 Kilogramm, was durchaus beachtlich ist. Mit gediegenem Gold ist genau diese Legierung aus Gold mit Silber, Kupfer und Eisen gemeint. Die Korrosions- und Anlaufbeständigkeit von Goldlegierungen hängt von der Anzahl der Goldatome im Verhältnis zur Anzahl der Atome der anderen Metalle ab.

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3. Verschiedene Verwendungen von Gold

3.1 Blattgold

Blattgold zeichnet sich durch seine hohe Verformbarkeit aus, wodurch die Herstellung extrem dünner Goldfolien möglich wird. Diese werden zur Vergoldung von Büchern, Bilderrahmen, Skulpturen oder Ähnlichem weiterverwendet. Blattgold besteht in der Regel aus Feingold. Legierungen mit Kupfer und Silber hergestellt verändern den Farbton des Blattgoldes und sind deshalb sehr beliebt. Der Kupfer- bzw. Silberanteil sollte sich dabei auf wenige Prozent beschränken, da sonst die Verformbarkeit zu stark gemindert wird.

3.2 Gold-Titan-Legierung

Die Gold-Titan-Legierung besteht zu gerade einmal einem Prozent aus Titan. Bereits dieser geringe Anteil macht die Legierung um 75% härter als reines Feingold und eignet sich aus diesem Grund für die Herstellung zahlreicher Schmuckgegenstände. Vorwiegend wird diese Legierung bei der Herstellung von Eheringen verwendet.

3.3 Gebläutes und geschwärztes Gold

Spezielle Farbeffekte, wie gebläutes und geschwärztes Gold, lassen sich durch gezielt herbeigeführte Oxidschichten erzeugen. Durch die Verbindung von Gold mit Aluminium wird violettes Gold hergestellt. Dies ist allerdings, aufgrund seiner geringen Korrosionsbeständigkeit, nur bedingt für die Schmuckherstellung geeignet.

3.4 Das Löten von Gold

Das Hartlöten gilt als das wichtigste Verbindungsverfahren der Farbgold- und Weißgoldlegierungen bei der Herstellung von Schmuck. Beim Lötverfahren werden die zwei zu verbindenden Metalle erhitzt. Das Lot, eine weitere spezielle Legierung, wird auf die Stelle aufgetragen, an der die Metalle verbunden werden sollen. Nun bildet sich an jenem Punkt eine neue Legierung aus dem Lot und den Metallen. Die klare Grenze zwischen den Metallen verschwindet und sie hängen fest zusammen.

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4. Verschiedene Legierungen von Gold

Weil sich reines Feingold schwer für die Herstellung von Schmuck eignet, da es sehr weich und leicht zu beschädigen ist, werden meist weitere Metalle zum Feingold hinzugefügt. Dies nennt man Legierungen. Die Standard-Legierungen in Deutschland sind 333er Gold, 585er Gold und 750er Gold. Hierbei hat beispielsweise das 585er Gold einen Feingoldgehalt von 58,5 % und das 750er Gold ein Feingoldgehalt von 75 %. Daneben kann man durch verschiedene Metalle die Farbe des Goldes ändert. Roségold entsteht durch die Hinzugabe von Kupfer, während Weißgold meist mit Palladium hergestellt wird. Somit ist Roségold 333 eine Goldlegierung mit 33,3 % Gelbgoldanteil, 21,7 % Silberanteil und 45 % Kupferanteil.