Alexandrit


Inhalt

Orangefarbener Alexandrit
1. Zu welcher Gruppe gehört der Alexandrit?
2. Woher kommt der Alexandrit?
3. Der Ursprung des Alexandrits
4. Welche Eigenschaften hat der Alexandrit?
5. Das Farbspiel des Alexandrits
6. Gibt es Imitationen von Alexandriten?
7. Was kostet ein Alexandrit?
8. Das Alexandrit-Katzenauge
9. Wo werden Alexandrite verwendet?
10. Welche Wirkung hat der Alexandrit?
11. Der Mythos des Alexandrits


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Der Alexandrit - auch Edelstein der Zaren genannt

Der Alexandrit ist ein seltener und wertvoller Edelstein, der nach dem russischen Zar Alexander II. benannt ist. Er fasziniert durch einen ungewöhnlichen Farbwechsel von Grün zu Rot. Wenn Sie auf der Suche nach einem außergewöhnlichen, hochwertigen Schmuckstück sind und bereit sind, etwas tiefer in die Taschen zu greifen, ist der Alexandrit genau das Richtige für Sie. Er verzaubert mit seinen Farben und soll zudem eine ausgleichende Wirkung auf die Seele haben.

1. Zu welcher Gruppe gehört der Alexandrit?

Bei dem Alexandrit handelt es sich um eine Varietät des Chrysoberylls. Das Wort Chrysoberyll kommt aus dem Griechischen und bedeutet dort Gold. Deshalb wird er auch manchmal als Goldberyll bezeichnet. Der Edelstein ist bereits seit der Antike bekannt. Es gibt drei Varietäten des Chrysoberylls: den Alexandrit, das Chrysoberyll-Katzenauge und den Chrysoberyll. Der Alexandrit ist neben dem Chrysoberyll-Katzenauge die bedeutendste und wertvollste Varietät des Chrysoberylls.

2. Woher kommt der Alexandrit?

Alexandrite finden sich in Muttergestein. Dieses Muttergestein können entweder Granitpegmatite, Glimmerschiefer oder Edelsteinseifen sein. Die Bildung von Alexandriten geht magmatisch vor sich.

Bedeutende Lagerstätten befinden sich in Brasilien und Sri Lanka. Zudem werden Alexandrite in Madagaskar, Myanmar, Südafrika, Russland und den USA gefördert. Früher hatten die Lagerstätten des Urals eine große Bedeutung. Heute sind diese allerdings erschöpft.

Wussten Sie schon, dass in Brasilien Alexandrite als Zwillinge von bis zu 22 cm Größe gefunden wurden? Auch auf Madagaskar kommen bis zu 10 cm große Zwillinge vor und in Simbabwe gibt es bis zu 3 cm große Alexandrite. Übrigens kommt der Alexandrit auch in Tschechien vor. Dort ist er eingebettet in Sillimanit.

3. Der Ursprung des Alexandrits

1830 wurde der seltene Edelstein erstmals im Ural gefunden. Entstanden ist er vor vielen Millionen Jahren aus einer Mischung von Aluminium, Beryllium und Chrom. Diese Kombination ist äußerst selten und deswegen ist es auch ein kleines Wunder, wenn ein Alexandrit gefunden wird. Die Smaragdgrube in Takowaja (Ural) gilt als erster Fundort der Alexandrite.

Benannt wurde die Seltenheit nach dem russischen Zar Alexander II. Die Legende besagt, dass der Alexandrit am Geburtstag des Zaren gefunden wurde und deshalb dessen Namen angenommen hat. Aufgrund seiner Historie gilt der Stein auch als „Edelstein der Zaren“ und beeindruckt durch seine tollen Farbspiele.

4. Welche Eigenschaften hat der Alexandrit?

Der Alexandrit ist ein eher seltener Edelstein. Er zeichnet sich, neben seinem phänomenalen Farbspiel, durch seine Härte und Robustheit aus. Er wird mit folgender Formel bezeichnet: BeAl2O4. Da der Edelstein so selten und einzigartig ist, wird der Alexandrit recht teuer auf dem Markt angeboten. Bei der Verarbeitung ist zu beachten, dass Alexandrite sehr druckempfindlich sind und bei großer Hitze Farbveränderungen auftreten können.

Der größte Alexandrit wurde übrigens in Sri Lanka gefunden und hatte ein Gewicht von 1876 ct. Der größte geschliffene Alexandrit wiegt 66 ct und befindet sich in Washington.

5. Das Farbspiel des Alexandrits

Die Farbänderung des Alexandrits gilt als die intensivste, die unter der Vielzahl an Edelsteinen auftritt. Bei Tageslicht tritt er grün in Erscheinung, was an die tolle Farbgebung der Smaragde erinnert. Bei künstlichem Licht hingegen nimmt der Edelstein eine rote Färbung an, wie sie auch für den Rubin kennzeichnend ist.

Wie kommt es zu dem Farbwechsel?

Der Wechsel der Farben beruht auf den unterschiedlichen Farbspektren des Lichts und dem Chrom, welches in dem Alexandrit enthalten ist. Durch das Chrom filtert der Edelstein den Rotanteil des Tageslichts heraus, wodurch das Grün übrig bleibt. Kunstlicht hingegen hat einen höheren Anteil an Rot als Tageslicht. Der Alexandrit filtert deshalb bei Kunstlicht nicht den gesamten Rotanteil heraus, womit es zu der rötlichen Farbe des Edelsteins kommt. Der Farbwechsel ist bei dicken Steinen am beeindruckendsten. Die Farben kommen besonders gut bei den Alexandriten aus dem Ural zur Geltung, was diese zu besonders hochwertigen Exemplaren macht.

6. Gibt es Imitationen von Alexandriten?

Ob ein Alexandrit immer echt ist, ist eine nicht ganz leicht zu beantwortende Frage, weil auf dem Markt auch Imitationen der echten Steine vorhanden sind. Diese werden aus synthetischem Korund hergestellt. Allerdings weisen diese synthetischen Steine einen etwas anderen Farbwechsel auf als die echten. Der Farbwechsel bei diesen Imitationen geht eher von Rot nach Violett. Außerdem gibt es Zusammensetzungen aus Granat und Glas, die täuschend echt aussehen. Die Imitationen können nur mit dem Mikroskop oder mit Infrarotlicht erkannt werden. Wahrscheinlich sind heute noch unwissentlich Imitationen auf dem Markt, die früher angefertigt und bis heute nicht erkannt wurden. Gerade deshalb ist es wichtig, vor jedem Kauf prüfen zu lassen, ob es sich um einen echten Alexandrit handelt.

7. Was kostet ein Alexandrit?

Alexandrite sind sehr selten. Dadurch ist ein Alexandrit teuer und nur zu einem hohen Preis zu erwerben. Auf dem Markt existieren viele kleine Alexandrite unter 2 ct. Steine mit über 2 ct sind sehr selten und extrem teuer. Alexandrit und Chrysoberyll-Katzenauge sind viel teurer als Chrysoberyll. Somit ist Chrysoberyll die kostengünstigere Alternative zum Alexandrit.

8. Das Alexandrit-Katzenauge

Bei dem Alexandrit-Katzenauge handelt es sich um eine besondere, seltene Varietät des Alexandrits. Das Aussehen dieses Edelsteins erinnert an ein Auge, weil er von einer hellen Linie durchzogen wird. Die Lichtbrechung, die die helle Linie bewirkt, erinnert an die schlitzförmigen Augen einer Katze. Auch das Alexandrit-Katzenauge weist einen ähnlichen Farbwechsel wie der Alexandrit auf. Nur dieser Edelstein darf die Bezeichnung „Katzenauge“ ohne Zusatz tragen.

9. Wo werden Alexandrite verwendet?

Der Alexandrit wird am häufigsten zu Schmuckstücken verarbeitet. Dabei wird meistens mit Treppenschliff, Ceylonschliff oder Brillantschliff gearbeitet. Es entstehen faszinierende Ringe, Ketten und Ohrringe, die ihre Farbe bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen verändern.

10. Welche Wirkung hat der Alexandrit?

Bei vielen Völkern gilt der Alexandrit schon seit langer Zeit als Glücksstein. Heute wird ihm eine breitgefächerte Wirkung auf den menschlichen Körper und die Seele nachgesagt. Er soll gegen innere Unruhe, Stress und Stottern helfen, Magen- und Darmleiden mindern und Besserung bei Augenleiden zeigen. Zudem schützt ein Alexandrit den Körper vor Übersäuerung. Auf das Gemüt soll der Edelstein eine erheiternde Wirkung haben und Ausgeglichenheit sowie gute Nerven bringen. Der Alexandrit ist ein echter Wunderstein mit umfassender Heilwirkung.

11. Der Mythos des Alexandrits

Im frühen Russland glaubte man daran, dass ein Schmuckstück mit einem Alexandrit niemals allein getragen werden darf. Dieser Mythos rührt daher, dass der Edelstein zwei Farben aufweisen kann und demnach die Verbundenheit und Zusammengehörigkeit zweier Elemente symbolisiert. Laut dieser Sage sollten Sie sich gleich nach mehreren Alexandrit-Schmuckstücken umschauen, damit Sie kein einzelnes Schmuckstück mit einem Alexandrit alleine tragen.