Batteriewechsel einer Uhr

 


Inhalt

1. Übersicht der verschiedenen Batterien für Uhren
2. Anleitung zum Batteriewechsel einer Uhr
2.1 Batteriewechsel einer Uhr mit simpler Verschraubung
2.2 Batteriewechsel einer Uhr mit gedrücktem Boden
2.3 Batteriewechsel einer Uhr mit verschraubtem Boden


 

Uhren

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Batteriewechsel - schnell und unkompliziert

Wann bleibt eine Uhr stehen? Richtig, immer genau in dem Moment, wo man dringend wissen muss, wie spät es ist. Sei es kurz vor der Abfahrt der Bahn, am Morgen vor dem Geschäftstermin oder am Abend zum Dinner mit der Freundin. Nicht zu wissen wie spät es ist, kann einem wirklich zum Verhängnis werden. Wenn die Uhr am Wochenende den Geist aufgibt, ist zudem meist kein Juwelier oder Uhrmacher in der Nähe, der sich dem Problem des Batteriewechsels annehmen kann.

Also warum nicht einfach selber machen?

Bei einem Batteriewechsel bei Uhren gibt es einige wenige Dinge zu beachten. So ist zum Beispiel die Art des Wechsels von der getragenen Uhr abhängig. Außerdem hängt die Lebensdauer einer Uhr von der Qualität der Batterie ab. Man muss beachten, dass qualitativ minderwertige Batterien natürlich eine geringere Funktionsdauer der Uhr auslösen, da sie schneller an Energie verbrauchen. Doch nicht nur die Qualität der Batterie hat einen Effekt auf die Funktionsdauer – es kommt auch darauf an, welche Funktionen die Uhr integriert hat. Eine Quarzuhr mit Stoppuhr verbraucht mehr Energie, als eine einfache Analoguhr.

1. Übersicht der verschiedenen Batterien für Uhren

Eine Übersicht der verschiedenen Batterien können Sie sich hier als PDF herunterladen: Batterienvergleichstabelle

Batterievergleichstabelle

 

Allgemeine Informationen zum Batteriewechsel einer Uhr

Man kann normalerweise an einigen wenigen Punkten feststellen, wann ein Batteriewechsel vorgenommen werden sollte, denn dann beginnt die Uhr ungenau zu laufen. Ein Uhrenvergleich mit der Uhr am Laptop oder der des Teletextes des Fernsehers ist bei Verdacht deswegen durchaus sinnvoll. Ist es Zeit, so ist der erste Schritt zu schauen, welchem Gehäusetyp die eigene Uhr angehört. Weiterhin sollte der Arbeitsplatz vor dem Austausch der Batterie gereinigt werden, um zu verhindern, dass Schmutz ins Uhrenwerk gelangt. Anschließend kann der Batteriewechsel mit den geeigneten Werkzeugen durchgeführt werden.

Achtung: Eine Batterie sollte niemals mit den Fingern oder einer Metallpinzette angefasst werden, um Kurzschlüsse und Fett auf der Knopfzelle zu vermeiden. Das Arbeiten mit einer Kunststoffpinzette muss selbstverständlich sein.

Die richtige Batterie für die Uhr zu finden ist sehr einfach. Hier kann man einfach den Durchmesser der Batterie messen und diesen anschließend mit unserer Batterievergleichsliste abgleichen. Es gibt zwei unterschiedliche Bezeichnungsformen für Batterien. In der europäischen Typenbezeichnung wird die Batterieart nur durch Zahlen festgelegt, die japanische Typenbezeichnung ist eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben. Wenn eine Batterie mit unbekannter Typenbezeichnung vorliegt, so hat man ebenfalls die einfache Möglichkeit, den Durchmesser der Batterie zu bestimmen und mit unserer Batterievergleichsliste abzugleichen.

2.Anleitung zum Batteriewechsel einer Uhr

Die folgenden Informationen enthalten eine kurze Erklärung des Batteriewechsels einer Uhr der verschiedenen Gehäusearten und geben Auskunft, über die benötigten Werkzeuge. Sie bieten jedoch keine Universalanleitung, da es bei jeder Uhr durchaus zu geringen Abweichungen bei der Handhabung kommen kann.

Beachten sollte man beim Selbstwechsel außerdem, dass eventuelle Schäden durch falsche Handhabung meist nicht rückgängig gemacht werden können. Ist man sich stark unsicher, so ist der Gang zum Uhrmacher eventuell doch die bessere Entscheidung. Wenn möglich, kann man den Wechsel auch vorerst an einer älteren, günstigeren Uhr versuchen, um etwas Übung zu bekommen.

2.1 Batteriewechsel einer Uhr mit simpler Verschraubung

Benötigte Werkzeuge: 1 Cent, 2 Cent, 5 Cent oder 10 Cent Münze.

Der Batteriewechsel bei einer Uhr mit simpler Verschraubung ist sehr einfach. Die Münze muss man hierbei nur in den dafür vorgesehenen Schlitz stecken und nach links drehen, bis sich die Verankerung löst. Den Boden kann man danach einfach herausnehmen. Nun muss man die Batterie entsprechend ihres Typs nur noch austauschen, den Boden wieder einlegen und den Schlitz mit der Münze in entgegengesetzter Richtung, also nach rechts, eindrehen, bis der Widerstand erreicht ist.

2.2 Batteriewechsel einer Uhr mit gedrücktem Boden

Benötigte Werkzeuge: Scharfes Messer, eventuell Gehäuseschließer oder Glaspresse.

Bei diesem Gehäusetyp wurde der Boden der Uhr auf das Uhrengehäuse mit Druck gepresst. Soll die Batterie gewechselt werden, so muss der Boden wieder vom Gehäuse gelöst werden. Bestens geeignet ist zum Wechsel ein scharfes Messer, wobei dieser Batteriewechsel deshalb auch nur von Erwachsenen durchgeführt werden sollte. Bei dem Wechsel setzt man den vorderen Teil der Klinge (nicht die Spitze!) an die dafür vorgesehenen Stelle und hebt den Deckel mit leichtem Druck nach oben, bis dieser sich löst. Die vorgesehene Stelle erkennt man an einer meist kleinen Aussparung am Gehäuse, wo das Messer eingelegt werden kann, um den Gehäuseboden und die Uhr beim Batteriewechsel nicht zu zerkratzen oder anderweitig zu beschädigen. Nach dem Lösen des Bodens kann die Batterie unkompliziert ausgetauscht werden. Das Verschließen kann per Hand durchgeführt werden, indem man den Boden wieder sanft auf das Gehäuse drückt. Man kann den Boden allerdings auch mit einem Gehäuseschließer beziehungsweise einer Glaspresse andrücken. Beachten sollte man bei allen Varianten jedoch, dass das Uhrenglas durch den Druck auf einem harten Untergrund nicht beschädigt wird.

2.3 Batteriewechsel einer Uhr mit verschraubtem Boden

Benötigte Werkzeuge: Gehäuseöffner mit Krallen, eventuell Gehäusehalter.

Der Batteriewechsel einer Uhr mit verschraubtem Boden ist, wegen der Neuanschaffung eines Werkzeuges, mit den größten „Hürden“ verbunden. Bei dieser Gehäuseart ist der Boden der Uhr, wie der Name erahnen lässt, mit dem Gehäuse verschraubt. Das Öffnen ist allerdings nicht, wie zu vermuten, mit einem einfachen Schraubenzieher möglich. Man benötigt hierzu einen speziellen Gehäuseöffner mit Krallen, welcher preislich bei 20 Euro bis 40 Euro liegt. Wenn der Boden sehr fest verschraubt ist, so ist auch ein Gehäusehalter für ca. 20 Euro ebenfalls empfehlenswert.

Will man den Boden nun vom Gehäuse lösen, so setzt man das Werkzeug mit den Krallen in die Aussparungen am Boden, die genau auf einen solchen Gehäuseöffner abgestimmt sind. Sind die Krallen in den Aussparungen verhakt, so dreht man den Boden mit leichtem Druck, meist gegen den Uhrzeigersinn, auf. Man muss jedoch unbedingt darauf achten, dass man mit dem Werkzeug nicht abrutscht. Aus diesem Grund empfiehlt sich bei Unsicherheit ein Gehäusehalter, der die Gefahr des Abrutschens deutlich minimiert. Ist der Boden sicher entfernt und die Batterie gewechselt, so kann man das Werkzeug erneut an den Boden anlegen und diesen in spiegelverkehrter Richtung, also meist mit dem Uhrzeigersinn, wieder eindrehen.